Das chinesische KI-Startup DeepSeek sorgt erneut für Schlagzeilen: Nach dem bahnbrechenden Erfolg seines Open-Source-Modells R1 im Januar plant das Unternehmen nun, schon bald ein neues KI-Modell auf den Markt zu bringen.
Gerüchte über den möglichen Namen „R2“ kursieren, und die Tech-Welt blickt gespannt auf die Entwicklungen aus Hangzhou.
DeepSeek, gegründet 2023 von Hedgefonds-Manager Liang Wenfeng, hat sich in kürzester Zeit als ernstzunehmender Konkurrent westlicher KI-Giganten wie OpenAI etabliert. Das aktuelle Modell R1, ein sogenanntes Reasoning-LLM mit 685 Milliarden Parametern, beeindruckte die Branche mit seiner Leistungsfähigkeit und Kosteneffizienz. Laut Unternehmensangaben kostete das Training von DeepSeek V3 – der Basis für R1 – lediglich 5,6 Millionen US-Dollar, ein Bruchteil der Summen, die US-Konkurrenten wie OpenAI für Modelle wie GPT-4 aufwenden. Nun scheint DeepSeek den nächsten Schritt zu wagen, um seinen Vorsprung weiter auszubauen.
Was ist über das neue Modell bekannt?
Bislang hält sich DeepSeek mit offiziellen Details zurück, doch Insiderquellen deuten darauf hin, dass das Unternehmen den Launch des neuen Modells „R2“ vorziehen könnte. Posts auf X berichten, dass DeepSeek nächste Woche fünf Code-Repositories öffentlich machen will, darunter möglicherweise den Quellcode des R1-Reasoning-Modells. Diese Transparenz könnte Entwickler weltweit anlocken und die Open-Source-Strategie des Unternehmens weiter stärken. Analysten spekulieren, dass R2 die Reasoning-Fähigkeiten von R1 nochmals verbessern und gleichzeitig die Effizienz steigern könnte – ein Schritt, der die Konkurrenz unter weiteren Druck setzen würde.
Reaktionen aus der Branche
Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem DeepSeek bereits die KI-Landschaft aufmischt. R1 hat in Benchmarks mit Modellen wie ChatGPT oder GPT-4 mitgehalten und ist in Apples App Store zur beliebtesten kostenlosen App aufgestiegen. Die Kombination aus Open-Source-Zugang und niedrigen Entwicklungskosten hat westliche Tech-Aktien wie Nvidia ins Wanken gebracht – Anfang der Woche verlor der Chiphersteller zeitweise über 500 Milliarden Dollar an Börsenwert. Experten sehen in DeepSeek einen potenziellen „Gamechanger“, der die Vorherrschaft der USA in der KI-Entwicklung herausfordert.
„DeepSeek zeigt, dass Innovation nicht zwangsläufig Milliarden verschlingen muss“, kommentiert Technologieanalyst Richard Windsor. „Wenn R2 hält, was die Gerüchte versprechen, könnte das die Branche nachhaltig verändern.“
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Kontroversen und Herausforderungen
Trotz des Hypes gibt es auch Kritik. DeepSeek steht im Verdacht, von der chinesischen Regierung unterstützt zu werden, was Fragen nach Datensicherheit und Zensur aufwirft. R1 blockiert etwa Anfragen zu sensiblen Themen wie dem Tiananmen-Platz, was auf staatliche Eingriffe hindeutet. Zudem mangelt es an unabhängigen Überprüfungen der Entwicklungsangaben – die behaupteten niedrigen Kosten und die Nutzung älterer Nvidia H800-Chips werfen Fragen auf, die bislang unbeantwortet bleiben.
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Ausblick
DeepSeek steht an einem Wendepunkt: Mit dem neuen Modell könnte das Startup seinen Ruf als Vorreiter der kosteneffizienten KI festigen und gleichzeitig weitere Marktanteile erobern. Ob R2 die hohen Erwartungen erfüllt und wie es sich gegen die etablierten Player behauptet, wird die Tech-Welt in den kommenden Wochen zeigen. Eines ist sicher: China’s KI-Revolution ist in vollem Gange – und DeepSeek führt sie an.
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