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Trade Republic öffnet Private Markets für Kleinanleger: Investitionen ab 1 Euro

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Der Berliner Neobroker Trade Republic revolutioniert den Zugang zu Private Equity und bietet seinen über zehn Millionen Kunden die Möglichkeit, bereits ab einem Euro in Private Markets zu investieren.

In Kooperation mit den renommierten Investmenthäusern Apollo Global Management und EQT erweitert das Fintech-Unternehmen sein Angebot um eine Anlageklasse, die bisher vor allem wohlhabenden Privatanlegern und institutionellen Investoren vorbehalten war.

Zugang zu Private Equity für alle

Private Markets, besser bekannt als Private Equity oder in Europa als European Long-Term Investment Funds (ELTIFs), umfassen Investitionen in nicht-börsennotierte Unternehmen, Co-Investments sowie Buyout- und Wachstumsfinanzierungen. Während traditionelle Private-Equity-Fonds oft Mindestanlagesummen von 10.000 Euro und lange Kapitalbindungsfristen von sieben bis zehn Jahren erfordern, bricht Trade Republic diese Barrieren nieder. Über eine eigens entwickelte Infrastruktur können Kunden Bruchteile von Fondsanteilen erwerben und diese monatlich über einen internen Handelsplatz verkaufen – ein deutlicher Fortschritt in puncto Liquidität im Vergleich zu herkömmlichen vierteljährlichen Rücknahmefenstern.

Zum Start stehen zwei Fonds zur Verfügung: der EQT Nexus Fund SICAV – NXTF ELTIF (ISIN LU3176111881) und der Apollo Global Private Markets ELTIF (ISIN LU3170240538). Beide Fonds investieren in diversifizierte Portfolios nicht-börsennotierter Unternehmen und versprechen attraktive Renditen – Trade Republic wirbt mit einer Zielrendite von bis zu 12 Prozent. Allerdings sind die Fonds nicht frei von Kosten: Verwaltungs- und Performance-Gebühren können bis zu 4,5 % jährlich betragen, wobei der EQT-Fonds etwas günstiger und breiter diversifiziert ist, während der Apollo-Fonds renditestärker, aber teurer ist.

Ein Meilenstein für Trade Republic

„Langfristiger Vermögensaufbau ist mehr als nur ein ETF-Sparplan. Es geht um die Kombination verschiedener Anlageklassen“, erklärt Christian Hecker, Mitgründer von Trade Republic. Mit dem Schritt in die Private Markets vollzieht das Unternehmen eine strategische Weiterentwicklung vom reinen Broker hin zu einem umfassenden Vermögensverwalter. Neben Aktien, ETFs, Girokonten und Debitkarten bietet Trade Republic nun eine weitere Möglichkeit, Portfolios zu diversifizieren.

Um Kleinanleger für die neue Anlageklasse zu sensibilisieren, integriert Trade Republic eine fünfteilige Masterclass in seine App, die Private Markets verständlich erklärt und gezielt auf Risiken hinweist. „Private Markets sind langfristig orientierte Investments, die Stabilität und Diversifikation ins Portfolio bringen können“, betont eine Sprecherin des Unternehmens. Dennoch wird darauf hingewiesen, dass diese Anlagen nur ein Baustein eines diversifizierten Portfolios sein sollten und nicht liquide Anlagen wie ETFs ersetzen.

Chancen und Risiken

Die Öffnung der Private Markets für Privatanleger wird als bedeutender Schritt zur Demokratisierung von Finanzprodukten gefeiert. „Die News von Trade Republic wird einen wahnsinnigen Push für die Retailisierung von Private Markets haben und den Markt ad hoc um ein bis zwei Jahre nach vorne bringen“, sagt Michael Jäger von Natixis Investment Managers.

Dennoch gibt es Risiken: Die eingeschränkte Liquidität bleibt eine Herausforderung, da es keine Garantie gibt, dass Anteile monatlich auf dem internen Handelsplatz verkauft werden können. Im schlimmsten Fall bleibt das Kapital im Fonds gebunden. Zudem können die hohen Kosten die Rendite schmälern. Experten wie Simon Schmidt von portagon betonen die Notwendigkeit transparenter Kostenstrukturen und einer robusten Infrastruktur, damit die Demokratisierung nicht an praktischen Hürden scheitert.

Bonus für Frühentschlossene

Zum Start versüßt Trade Republic das Angebot mit einem Bonus von einem Prozent auf alle Private-Markets-Investitionen, die innerhalb der ersten 30 Tage getätigt werden – ohne Obergrenze. Dieses Lockangebot soll jedoch nicht dazu verleiten, unüberlegt zu investieren. Anleger sollten sich der langfristigen Ausrichtung und der Risiken bewusst sein.

Fazit

Mit der Einführung von Private Markets setzt Trade Republic einen neuen Maßstab in der Finanzbranche. Kleinanleger erhalten Zugang zu einer bisher exklusiven Anlageklasse, die hohe Renditechancen bietet, aber auch mit Risiken und Kosten verbunden ist. Wer sein Portfolio diversifizieren möchte, findet bei Trade Republic eine innovative Möglichkeit – vorausgesetzt, die Risiken werden sorgfältig abgewogen.

Wenn du noch kein Kunde von Trade Republic bist, kannst du dich über den Link unten registrieren. Für neue Kunden gibt es einen Bonus von 15 Euro in Aktien.


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Eine Antwort zu „Trade Republic öffnet Private Markets für Kleinanleger: Investitionen ab 1 Euro“

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