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Trump verhängt 25% Strafzölle auf Länder, die mit Iran Geschäfte machen

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Washington, 12. Januar 2026 – US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Länder verhängt, die Geschäfte mit dem Iran tätigen. Diese Maßnahme, die als sekundäre Sanktionen bekannt ist, zielt darauf ab, den wirtschaftlichen Druck auf Teheran zu erhöhen und den Export iranischen Öls weiter einzuschränken. Die Ankündigung markiert eine Eskalation in Trumps „Maximum-Pressure“-Kampagne gegen den Iran und könnte weitreichende Auswirkungen auf globale Handelsbeziehungen haben.

Hintergrund der Sanktionen

Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump Sanktionen gegen den Iran verschärft, indem er 2018 aus dem internationalen Atomabkommen (JCPOA) ausstieg und umfassende Wirtschaftssanktionen wieder einführte. Diese Maßnahmen führten zu einem Rückgang der iranischen Ölexporte von etwa 2,5 Millionen Barrel pro Tag auf unter 500.000 Barrel. Im Jahr 2025, nach seiner Wiederwahl, erneuerte Trump diese Politik. Am 30. März 2025 drohte er erstmals mit sekundären Zöllen auf Länder, die iranisches Öl importieren, abhängig von Fortschritten in Verhandlungen über ein neues Atomabkommen.

Am 1. Mai 2025 ging Trump einen Schritt weiter und erklärte, dass jedes Land oder jede Person, die Öl oder Petrochemikalien aus dem Iran kauft, von Geschäften mit den USA ausgeschlossen werde. Diese sekundären Sanktionen sollten den Export iranischen Öls vollständig stoppen. Ähnliche Maßnahmen wurden bereits im April 2025 gegen Venezuela umgesetzt, wo ein 25-prozentiger Zoll auf Importe aus Ländern verhängt wurde, die venezolanisches Öl kaufen.

Trotz dieser Drohungen blieben die Sanktionen in 2025 weitgehend wirkungslos. Irans Ölexporte erreichten weiterhin über 2 Millionen Barrel pro Tag, hauptsächlich nach China, das rund 89 Prozent des iranischen Öls abnimmt. Methoden wie Schiff-zu-Schiff-Übertragungen, Drittländer wie Malaysia und unabhängige chinesische Raffinerien umgingen die US-Sanktionen effektiv. Verhandlungen mit dem Iran brachen Ende 2025 ab, was zu anhaltenden Protesten im Land aufgrund wirtschaftlicher Härten führte.

Die neuen Strafzölle von 2026

Nun, im Januar 2026, hat Trump die Drohungen in die Tat umgesetzt. Laut einer offiziellen Erklärung müssen Länder, die mit dem Iran handeln – insbesondere im Ölbereich –, einen 25-prozentigen Zoll auf ihre Exporte in die USA zahlen. Diese Maßnahme ist Teil einer breiteren Tarifpolitik unter dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA), die Trump nutzt, um „reziproke Zölle“ auf über 90 Länder zu verhängen. Der Iran selbst ist von der grundlegenden 10-prozentigen Tarifstufe ausgenommen, da bestehende Sanktionen bereits den Handel stark einschränken.

Die Zölle zielen primär auf große Importeure wie China, Indien, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Experten warnen, dass dies nicht nur den Iran trifft, sondern eine Kette wirtschaftlicher Konflikte auslösen könnte. „Das ist keine Sanktion, das ist eine Erklärung wirtschaftlicher Kettenreaktion“, kommentierte ein Analyst auf der Plattform X.


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Mögliche Auswirkungen

Die neuen Zölle könnten die globalen Ölpreise in die Höhe treiben, da betroffene Länder wie China und Indien Alternativen suchen müssen. Für die USA selbst bergen sie Risiken: Höhere Importpreise könnten die Inflation anheizen und US-Verbraucher belasten. Schätzungen der Tax Policy Center deuten darauf hin, dass Trumps Tarifpolitik insgesamt eine Belastung von etwa 2.100 Dollar pro Haushalt im Jahr 2026 verursachen könnte.

Internationale Reaktionen sind scharf. Die EU hat bereits Retaliationsmaßnahmen angekündigt und plant, vor der Welthandelsorganisation (WTO) gegen die US-Tarife vorzugehen. Länder wie Indien und China, die stark von iranischem Öl abhängig sind, könnten ihre Handelsbeziehungen zu den USA überdenken.


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Trump verteidigte die Maßnahme als notwendig für die nationale Sicherheit: „Wer mit dem Iran Geschäfte macht, zahlt den Preis – 25 Prozent auf alles, was sie uns verkaufen.“ Die US-Regierung betont, dass dies Teil einer Strategie ist, um Irans nukleare Ambitionen einzudämmen und den Nahen Osten zu stabilisieren.

Fazit

Diese Strafzölle unterstreichen Trumps aggressive Außenpolitik, die Sanktionen und Tarife als Werkzeuge einsetzt. Während sie den Druck auf den Iran erhöhen sollen, riskieren sie eine Eskalation globaler Handelskonflikte. Beobachter erwarten, dass der Oberste Gerichtshof der USA bald über die Legalität solcher IEEPA-basierten Tarife urteilen wird, was die Politik weiter beeinflussen könnte.


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