Aufruhr an den europäischen Börsen aus Angst vor neuen US-Zöllen.
Die europäischen Aktienmärkte haben am Montagvormittag scharf auf die jüngsten Zolldrohungen des US-Präsidenten Donald Trump reagiert. Nachdem Trump am Wochenende acht europäische Länder mit neuen Zöllen bedroht hat, um den Kauf Grönlands durch die USA zu erzwingen, fielen die Leitindizes in Europa deutlich. Besonders hart traf es Branchen wie Automobil und Luxusgüter, während sichere Häfen wie Gold und Silber auf Rekordhöhen katapultierten.
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Trumps Ankündigung kam am Samstag via Social Media: Er droht mit einem 10-prozentigen Zoll auf Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Finnland und Großbritannien ab dem 1. Februar. Sollte bis zum 1. Juni kein Deal über Grönland zustande kommen, steigen die Zölle auf 25 Prozent. Der Präsident begründete dies mit der Weigerung der Länder, die US-Ambitionen zu unterstützen, und warf ihnen Undankbarkeit vor. Diese Eskalation weckt Erinnerungen an vergangene Handelskriege und trifft Europa in einer sensiblen Phase, da die Märkte kürzlich neue Höchststände erreicht hatten.
An den Börsen sorgte die Drohung für einen rasanten Ausverkauf. Der paneuropäische Stoxx-600-Index gab um bis zu 1,3 Prozent nach und notierte gegen 10:30 Uhr CET bei etwa 0,8 bis 1,1 Prozent im Minus. In Frankfurt fiel der DAX um 1,06 Prozent auf 25.030,09 Punkte, was einem Verlust von 267 Punkten entspricht. Der Pariser CAC 40 rutschte um 1,22 Prozent auf 8.157,85 Punkte ab. In London hielt sich der FTSE 100 mit einem Minus von 0,09 Prozent auf 10.225,71 Punkten vergleichsweise stabil, möglicherweise aufgrund der geringeren Abhängigkeit vom EU-Handel. Andere Indizes wie der italienische FTSE MIB und der spanische IBEX folgten dem Trend mit Verlusten um die ein Prozent.
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Besonders betroffen waren exportabhängige Sektoren. Der europäische Automobilindex brach um über 2 Prozent ein, mit Verlusten bei Konzernen wie BMW (minus 3,3 Prozent), Stellantis und Ferrari. Luxusgüterhersteller wie LVMH und Hermès litten ebenfalls unter dem Druck, da sie stark vom US-Markt abhängen. Im Kontrast dazu stiegen Aktien im Verteidigungssektor, da die geopolitischen Spannungen Investoren in sichere Branchen trieben.
Die EU reagierte prompt: Notfalltreffen der Botschafter fanden statt, und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte die Aktivierung des „Anti-Coercion-Instruments“ – einer Art „Handelsbazooka“ – um mit Gegenmaßnahmen auf bis zu 93 Milliarden Euro US-Importe zu antworten. Eine gemeinsame Erklärung der betroffenen Länder warnte vor einer „gefährlichen Abwärtsspirale“ in den transatlantischen Beziehungen. EU-Ratspräsident Antonio Costa kündigte ein außerordentliches Treffen an.
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Während US-Börsen aufgrund des Feiertags (Martin Luther King Day) geschlossen blieben, signalisierten Futures für S&P 500 und Nasdaq Verluste von 0,9 bis 1,3 Prozent. Gold kletterte auf ein Allzeithoch von 4.690,59 US-Dollar pro Unze, Silber auf 94,12 Dollar – ein klares Zeichen für wachsende Unsicherheit.
Analysten warnen vor einer möglichen Eskalation: „Trumps Drohung unterbricht den Rally in Europa abrupt“, kommentierte ein Bloomberg-Analyst. Die kommende Woche mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos wird entscheidend sein, ob Diplomatie die Märkte beruhigen kann.
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