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Amazon veröffentlicht starke Zahlen aber Anleger reagieren skeptisch

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Amazon übertrifft Umsatzerwartungen im vierten Quartal 2025 – Aktie sinkt dennoch aufgrund hoher Investitionspläne.

Der E-Commerce-Riese Amazon hat seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht und dabei den Umsatz auf Rekordniveau gesteigert. Trotz eines leichten Verfehlens der Gewinnerwartungen und einer ambitionierten Investitionsprognose für 2026, die Investoren nervös macht, zeigt das Unternehmen starkes Wachstum in Schlüsselbereichen wie Cloud-Computing und Werbung. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um bis zu 10 Prozent.

Amazon meldete für das vierte Quartal einen Nettoumsatz von 213,4 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Bereinigt um Wechselkurseffekte betrug das Wachstum 12 Prozent. Analysten hatten mit etwa 211 Milliarden Dollar gerechnet, sodass das Ergebnis die Erwartungen übertraf. Der operative Gewinn lag bei 25 Milliarden Dollar, beeinträchtigt durch Sonderbelastungen in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar (einschließlich Steuerstreitigkeiten, Abfindungen und Wertminderungen). Der Nettogewinn belief sich auf 21,2 Milliarden Dollar, was einem Gewinn pro Aktie (EPS) von 1,95 Dollar entspricht – knapp unter den erwarteten 1,97 Dollar.


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Starkes Wachstum in den Segmenten

Das Nordamerika-Segment, das den Großteil des Umsatzes ausmacht, wuchs um 10 Prozent auf 127,1 Milliarden Dollar. International stieg der Umsatz um 17 Prozent auf 50,7 Milliarden Dollar (11 Prozent bereinigt). Besonders beeindruckend war die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS): Hier kletterte der Umsatz um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar, der höchste Wachstumsrate seit 13 Quartalen. AWS erreichte eine operative Marge von 35 Prozent und trug mit 12,5 Milliarden Dollar maßgeblich zum Gesamtgewinn bei.

Auch die Werbeeinnahmen wuchsen kräftig: Um 22 Prozent auf 21,3 Milliarden Dollar, was im Gesamtjahr 2025 zu einem Zuwachs von 12 Milliarden Dollar führte. Im Retail-Bereich profitierte Amazon von schnelleren Lieferzeiten – über acht Milliarden Artikel wurden in den USA am selben oder nächsten Tag geliefert, ein Plus von mehr als 30 Prozent. Drittanbieter-Verkäufer machten 61 Prozent der verkauften Einheiten aus.

Für das gesamte Jahr 2025 stieg der Nettoumsatz um 12 Prozent auf 716,9 Milliarden Dollar, mit einem Nettogewinn von 77,7 Milliarden Dollar (EPS: 7,17 Dollar). Der operative Cashflow im laufenden Zwölf-Monats-Zeitraum betrug 139,5 Milliarden Dollar, ein Plus von 20 Prozent. Allerdings sank der Free Cash Flow auf 11,2 Milliarden Dollar, hauptsächlich aufgrund höherer Investitionen in KI und Infrastruktur.

Hohe Investitionen in KI und Infrastruktur belasten die Stimmung

CEO Andy Jassy betonte in der Earnings Call die Chancen durch Künstliche Intelligenz (KI): „Mit starkem Bedarf an unseren bestehenden Angeboten und wegweisenden Chancen wie KI, Chips, Robotik und Satelliten im niedrigen Erdorbit erwarten wir, etwa 200 Milliarden Dollar in Kapitalausgaben über Amazon hinweg im Jahr 2026 zu investieren.“ Diese Prognose, die hauptsächlich AWS betrifft und eine Steigerung um rund 50 Prozent darstellt, löste bei Investoren Bedenken aus – der Aktienkurs fiel nachbörslich um 8 bis 10 Prozent.


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Jassy hob Erfolge in der KI hervor: Die Bedrock-Plattform hat einen mehrjährigen Milliarden-Dollar-Umsatz, mit einem Kundenausgaben-Wachstum von 60 Prozent quartalsweise. Der KI-Assistent Rufus wurde über 300 Millionen Mal genutzt und steigert die Kaufwahrscheinlichkeit um 60 Prozent. Eigene Chips wie Graviton und Trainium laufen auf über 10 Milliarden Dollar jährlich. CFO Brian Olsavsky ergänzte, dass AWS eine Backlog von 244 Milliarden Dollar hat, ein Plus von 40 Prozent.

Ausblick: Solides Wachstum erwartet

Für das erste Quartal 2026 prognostiziert Amazon einen Nettoumsatz von 173,5 bis 178,5 Milliarden Dollar (Wachstum von 11 bis 15 Prozent) und einen operativen Gewinn von 16,5 bis 21,5 Milliarden Dollar. Belastet wird dies durch höhere Kosten für das Satellitenprojekt Amazon Leo (rund 1 Milliarde Dollar) und Investitionen in internationale Märkte. Amazon plant über 100 neue Whole Foods-Filialen und Erweiterungen in der Produktauswahl, darunter günstige Angebote unter 10 Dollar.

Trotz der kurzfristigen Marktreaktion unterstreichen die Zahlen Amazons dominante Position in E-Commerce, Cloud und KI. Investoren werden nun genau beobachten, ob die massiven Ausgaben langfristig Früchte tragen.


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