Studie des Frankfurt School Blockchain Center untersucht Kryptobörsen und deren Kosten.
Stell dir vor, du kaufst für 500 € Bitcoin über deine Smartphone-App – und verkaufst ihn direkt wieder. Wie viel von deinem Geld ist nach diesem Hin- und Rück-Trade (Roundtrip) weg, obwohl der Bitcoin-Preis sich fast gar nicht bewegt hat?
Genau diese Frage hat das Frankfurt School Blockchain Center (in Zusammenarbeit mit intas.tech) im Januar/Februar 2026 mit echten Trades untersucht. Das Ergebnis: Die tatsächlichen Gesamtkosten schwanken je nach Anbieter extrem stark – zwischen etwa 0,5 % und über 6,5 % pro Roundtrip. Das entspricht bei 500 € Handelsvolumen einem Unterschied von bis zu 30–32 € – nur durch Gebühren und versteckte Spreads.
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So wurde getestet (ganz praxisnah)
Die Forscher haben 432 echte Käufe und sofortige Verkäufe durchgeführt – immer über die normale Mobile App mit Standard-Accounts (keine teuren Pro-Versionen). Getestet wurden sechs beliebte Kryptowährungen:
- Bitcoin (BTC)
- Ethereum (ETH)
- Ripple (XRP)
- Solana (SOL)
- Chainlink (LINK)
- Avalanche (AVAX)
Ordergrößen: 100 € und 500 €. Alle neun untersuchten Plattformen sind in der EU MiCAR-reguliert und app-basiert sehr beliebt bei Privatanlegern:
Bison, Bitpanda, Bitvavo, Coinbase, flatex, justTRADE, Kraken, N26, Trade Republic.
(eToro wurde ausgeschlossen, weil dort in USD gehandelt wird.)
Gemessen wurden alle Kosten, die du wirklich trägst:
- explizite Handelsgebühren
- der Spread (die versteckte Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis)
- minimale Marktbewegungen (durch sehr schnelle Roundtrips innerhalb einer Minute weitgehend ausgeschlossen)
Die klare Rangliste – Durchschnittliche Gesamtkosten pro Roundtrip
Hier die wichtigsten Ergebnisse (Durchschnitt über alle sechs Coins, gerundet):
- Bitvavo ≈ 0,53 % → klarer Sieger
- justTRADE ≈ 0,65 %
- flatex ≈ 1,2 %
- Bison ≈ 2,5 %
- Trade Republic ≈ 2,8 % 👉 10€ Bonus
- N26 ≈ 4,8 %
- Bitpanda ≈ 5,0 %
- Kraken ≈ 5,9–6,4 % 👉 bis zu 100€ in BTC
- Coinbase ≈ 6,45 % → teuerster Anbieter im Test
Bei Bitcoin waren die Kosten meist am niedrigsten, bei Chainlink und Avalanche oft am höchsten – aber der Anbieter-Unterschied ist viel entscheidender als der Coin-Unterschied.
Volumen-Effekt: 100 vs. 500 €
Bei den meisten Anbietern macht es fast keinen Unterschied, ob du 100 € oder 500 € handelst (Differenz meist < 0,1 Prozentpunkte).
Ausreißer nach oben: Coinbase – hier sinken die Kosten bei 500 € deutlich (teilweise um über 3 Prozentpunkte). Für kleine Beträge zahlst du bei Coinbase also besonders drauf.
Die wichtigsten Erkenntnisse für dich als Anleger
- Die Spreads fressen oft mehr als die offiziellen Gebühren
Viele Apps werben mit „0 % Gebühren“ oder „sehr günstig“ – aber der reale Preisunterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs (Spread) macht den Großteil der Kosten aus. Transparenz ist hier miserabel. - Zwischen günstig und teuer liegen Welten
Wenn du häufiger handelst (auch kleinere Beträge), summieren sich bei Coinbase, Kraken, Bitpanda oder N26 schnell 100–300 € pro Jahr an unnötigen Kosten – im Vergleich zu Bitvavo oder justTRADE. - Bitcoin ist meist am günstigsten zu handeln
Die Liquidität ist höher → engere Spreads. Sehr exotische Altcoins können deutlich teurer werden. - Für langfristige Buy-&-Hold-Strategien spielt das alles kaum eine Rolle (du zahlst die Kosten nur einmal).
Wer aber aktiv tradet, häufig umschichtet oder regelmäßig kleine Beträge nachkauft, sollte den Anbieter sehr bewusst wählen.
Mein Fazit für dich
Wenn du als Privatanleger in Deutschland Kryptos über eine App kaufen möchtest, lohnt sich ein Blick auf die realen Gesamtkosten – nicht nur auf die beworbenen Gebühren. Aktuell (Stand Frühjahr 2026) sehen Bitvavo und justTRADE für die typischen Retail-Trades am günstigsten aus.
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Die Studie zeigt einmal mehr: Gerade im Krypto-Bereich ist Transparenz Gold wert. Viele Anbieter machen es dir bewusst schwer, die wahren Kosten zu erkennen. Wenn du öfter handelst – vergleiche nicht nur die Werbung, sondern am besten echte Roundtrip-Erfahrungen oder genau solche unabhängigen Tests.
Was denkst du – hast du schon mal gemerkt, dass ein vermeintlich „gebührenfreier“ Trade teurer war als erwartet? Schreib gerne deine Erfahrung in die Kommentare!
Quelle: „Gesamtkosten im Krypto-Handel für Privatanleger: Ein Anbietervergleich“, Frankfurt School Blockchain Center, März 2026

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