Ledger hat angekündigt den Support für die Nano S einzustellen und damit hohe Wellen in der Krypto-Community geschlagen. Wir schauen uns an, was du nun tun kannst oder solltest.
Turbulente Woche für Ledger, den Marktführer bei Krypto Hardware Wallets. Als das Unternehmen vor 2 Tagen ankündigte die Ledger Nano S, immerhin die meist verkaufte Hardware Wallet aller Zeiten, aus dem Support zu nehmen und nicht mehr mit Updates zu versorgen, gab es einen Aufschrei unter den Nutzern. Beiträge, in denen Ledger hart angegangen wurde, wurden hunderttausende Male angesehen. Das Desaster war perfekt. Dabei gab es eigentlich auch ziemlich viele gute Nachrichten, die nahezu untergegangen sind. Dass zum Beispiel nun der freie Verkauf der Ledger Flex Solana Edition (die ihr hier im Shop kaufen könnt) gestartet ist und nun jeder die Chance hat das Schmuckstück zu bestellen, oder dass man mit dem Ledger Recovery Key ein neue Produkt herausbringen wird, dass für den zusätzlichen und bequemen Schutz eurer Seed Phrase sorgen soll.
Ledger empfiehlt auf eine neue Wallet von Ledger umzusteigen, was bei vielen Nutzern nicht so gut ankam, vermeintlich zu einem Upgrade genötigt zu werden.
Offiziell begründet Ledger den Schritt damit, dass die Wallet schon lang nicht mehr verfügbar ist, was auch stimmt, denn die Nano S wurde schon vor längerer Zeit durch die Nano S Plus ersetzt, die NICHT betroffen ist. Des Weiteren seien aktuelle Anforderungen und Funktionen einfach technisch auf der Wallet nicht mehr realisierbar, was, wenn man mal ehrlich ist auch einfach nur Fakten sind. Die Wallet hat rund ein Jahrzehnt auf dem Buckel, die Branche hat sich enorm weiterentwickelt und schaut man sich den besseren USB-Stick einmal an und vergleicht ihn mit aktuellen Top-Modellen, wie der Ledger Flex oder der OneKey Pro liegen dazwischen einfach mal Welten.
Wir wollen uns hier einmal die Optionen anschauen, die ihr als Nutzer der Ledger Nano S jetzt habt.

Option 1 – Deine Ledger Nano S weiternutzen
Wie so oft wird alles nicht ganz so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Auch wenn das mediale Echo groß war und man als Besitzer einer Ledger Nano S verständlicherweise etwas beunruhigt und überrumpelt ist. Dass der Support ausläuft, heißt nicht, dass die Wallet komplett unbrauchbar wird oder gar deine Krypto-Assets verloren gehen. Du kannst weiterhin auf deine Assets zugreifen, swapen, kaufen und verkaufen. Und unsicherer als vorher sind sie per se erst einmal auch nicht.
Sicherlich sollte dir klar sein, dass die alte (Betonung liegt hier wie bereits erwähnt auf der ursprünglichen Nano S, nicht der aktuellen Nano S Plus, die weiterhin voll unterstützt wird) nicht mehr der große Wurf für die Krypto-Zukunft ist. Und sicherlich solltest du auch etwas mehr im Blick behalten, wie es sich beispielsweise mit der Kompatibilität mit Ledger Live verhält oder ob Sicherheitsthemen auftauchen, die mangels Updates eine potentielle zukünftige Gefahr darstellen können.
Grund für übertriebenen Aktionismus gibt es allerdings nicht. Und außerdem kannst du jederzeit eine andere Option (siehe unten) ziehen, jede erdenkliche Hardware Wallet sollte heutzutage innerhalb weniger Tage in deinem Briefkasten liegen oder mittlerweile selbst bei großen Elektronikhändlern im Laden aufzutreiben sein.
Auf eine neue Ledger Wallet wechseln
Das ist natürlich die Option, die Ledger selbst empfiehlt und am besten gefällt 😀
Und grundsätzlich ist es auch nicht die schlechteste Idee, zumindest dann, wenn du bisher mit deiner Ledger Wallet zufrieden warst, ohnehin ein neues Modell im Auge hattest, oder einfach ganz neu mit Ledger einsteigen willst.
Ledger hat derzeit vier Modelle im Angebot sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Wenn du mit dem USB-Design und den damit verbundenen Abstrichen bei einigen Funktionen vollkommen fine bist, sowie eine kostengünstige Variante suchst, dann kannst du mit der Nano S Plus direkt den offiziellen Nachfolger wählen oder mit der Nano X eine Schippe darauflegen.
Ansonsten stehen dir natürlich auch die beiden neuesten Modelle Ledger Flex und Ledger Stax offen, mit großem Bildschirm, NFT-Support, Clear Signing und einigen weiteren Annehmlichkeiten.
Am besten vergleichst du im Ledger Shop einfach alle Modelle und schaust, was deine Bedürfnisse am besten erfüllt.
Eine Hardware Wallet eines anderen Anbieters kaufen
Der Wechsel auf eine andere Hardware Wallet wird in den meisten Fällen komplett reibungslos ablaufen. Neue Wallet kaufen, einrichten, Kryptowährungen übertragen.
Während es vor einigen Jahren hauptsächlich Ledger und Trezor als Platzhirsche gab, hast du mittlerweile eine sehr breite Auswahl von Anbietern, die jeweils punktuell andere Akzente setzen oder individuell an das Thema Wallet-Design rangehen. Sei es OneKey, mittlerweile die weltweite Nummer 3, Tangem oder Ellipal, es gibt viele sehr gute (und teils bessere) Alternativen zu Ledger und es ist vielleicht eine gute Gelegenheit hier einzutauchen.
Auf unserem Blog findest du Artikel zu nahezu allen Anbietern und Wallets sowie allerhand Übersichten zu speziellen Themenfeldern und jeweils geeigneten Wallets.
Nutze gern diese Artikel zum Einsteig und ansonsten wirst du über die Suchfunktion auf der Hauptseite und unserer Keyword-Cloud fündig.
- 5 Gründe, warum du eine Cold Wallet haben solltest
- Cold Wallets für Anfänger: Alles, was du wissen musst
- Die Besten Krypto Hardware Wallets 2025
- Die besten Premium Krypto Wallets 2025
- Die beste DeFi Cold Wallet 2025
- Die besten Open-Source-Hardware-Wallets für Kryptowährungen im Jahr 2025
- Die besten Krypto-Hardware-Wallets für Web3-Anwendungen
- Die besten Hardware-Krypto-Wallets mit biometrischer Authentifizierung
Extra-Option – Hardware Wallet als Karte
Eine Sache, die als quasi Extra-Option hier noch einmal erwähnt werden soll, sind Krypto Hardware Wallets in Kartenform. Das hat nicht nur einen optischen Effekt und ist eine Frage der Bequemlichkeit sondern tatsächlich vor diesem Hintergrund „Was ist, wenn der Support meiner Wallet eingestellt wird?“ oder „was ist, wenn es meinen Wallet-Hersteller irgendwann nicht mehr gibt?“ eine besondere Relevanz.
Die meisten Wallets sind Devices, die um zu laufen oder neue Funktionen anbieten zu können, eben hin und wieder ein Update der Firmware benötigen. Soweit gar kein Problem, aber wenn es dann irgendwann für den Anbieter nicht mehr ökonomisch, oder eben technisch möglich, steht man irgendwann vor den nun mit der Ledger Nano S aufgekommenen Herausforderungen. Wie wir oben beschrieben haben – alles nicht so dramatisch.
Wenn du darauf trotzdem keine Lust hast, sind daher Kartenwallets eine besondere Option. Bei der Tangem Wallet oder der Ellipal X Card ist die Firmware so ausgestaltet, dass sie keine Updates benötigt und alles was du dauerhaft brauchst auf dem Security Chip der Karte gespeichert ist.

Wie beispielsweise Tangem schreibt „only a chip with an antenna“. Und klar, je weniger an einer Wallet verbaut ist, desto weniger gibt es auch zu warten, updaten, oder mit der Wallet App in Einklang zu bringen.
Folgende Karten Wallets kannst du dir anschauen:
- Tangem Wallet (10% Rabatt)
- Ellipal X Card (10% Rabatt mit Code fintech_portal)
- D’Cent All-in-One Card (10% Rabatt)
Zu allen Wallets kannst du dich bei uns ausführlicher belesen.
- Tangem Wallet im Test
- Ellipal X Card – neue Cold Wallet von Ellipal
- D’CENT All-in-One-Card – Unboxing, Setup und Test
Ebenfalls wichtig. Open Source. Wenn der Quellcode offen liegt, besteht grundsätzlich erst einmal die Möglichkeit, dass selbst wenn ein Anbieter verschwindet oder den Support einstellt, Weiterentwicklungen oder Walk-Arounds durch die Community erfolgen könnten.
Hier kannst du dir insbesondere folgende Anbieter einmal ansehen.
- OneKey (5% Rabatt mit Code „rendite.cloud“
- BitBox (aktuell 10% Rabatt auf die neue BitBox Nova
- Trezor
Auch hier findet ihr zahlreiche Reviews auf unserer Seite.
Fazit und Empfehlung
Wir empfehlen dir vor allem eines – Ruhe bewahren. Wie wir dir hoffentlich zeigen konnten, gibt es erstens überhaupt keinen Grund zur Panik und zweitens viele Optionen, die du nun hast.
Überlege in Ruhe, was du brauchst und mit deiner Wallet anstellen musst und treffe auf dieser Basis mit kühlen Kopf eine Entscheidung.
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